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Adel-Böhmen

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Adelssituation in Böhmen und Mähren - Tschechische Republik

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Böhmischer resp. mährischer Adel, Adelstitel in der Tschechischen Republik, Adelsnamen in der Tschechischen Republik

Böhmisch - mährische Titel: Herzog, Fürst, Graf, Freiherr oder Baron und die des niederen Adels: Ritter von (nur für die männlichen Namensträger, weibliche Geschlechtsangehörige trugen das einfache "von") Edler oder Edle von und untitulierter Adelstand "von", überwiegend in der landessprachlichen Form.


Geschichtliche Entwicklung

Der Adel in den zum Heiligen Römischen Reich zählenden Habsburgischen Erblanden war bis 1806 nach den im Reich geltenden Bestimmungen verfasst. Die habsburgischen Herrscher verliehen so als römische Kaiser Reichsfürstentitel an herausragende Adelshäuser der Donaumonarchie oder als regionale Monarchen unterschiedlichen erbländischen Adelstand (z. B. als Könige von Böhmen). Seit 1806 galten die für das 1804 gegründete Kaisertum Österreich vom jeweiligen Monarchen festgelegten Statuten.

Im Königreich Ungarn, bis 1867 Teil des Kaisertums, galten außerdem die ungarischen Adelsregeln, in den anderen Kronländern auch die dort überlieferten Regeln (Galizien: polnische Regeln; kroatische, italienische, böhmische Regeln). Nach dem Ende der Habsburger Monarchie wurden in ihren Nachfolgestaaten, Deutschösterreich bzw. nachfolgend Republik Österreich und in der Tschechoslowakei nach 1918 die Adelstitel abgeschafft. Der Adel, der vielfach deutschen oder anderen fremdländischen Ursprungs war, wurde explizit aufgehoben und das Führen von Adelsbezeichnungen mit Zwangsmaßnahmen zum Namensänderung behandelt.

Der alte Adel Böhmens und Mährens, das als Ständestaat mit eigenem Landtag verfasst war, verließ zum großen Teil nach der verlorenenen Schlacht auf dem Weißen Berg bei Prag gegen dem Habsburger Kaiser aus Glaubensgründen Böhmen und Mähren verlassen und ihre Stelle nahmen zugewanderte Adelsgeschlechter ein. Dies erleichterte die Wandlung der polnisch-litauischen Personalunion vergleichbare Staatsstruktur zum Absolutismus.


Aktueller Stand

Nach dem Ersten Weltkrieg, dem Zerfall der Donaumonarchie und der Errichtunng der Tschechoslowakischen Republik wurde 1919 der Adelstand als Institution beseitigt und die Führung von Adelsnamensbestandteilen untersagt. Es fand jedoch keine Verfolgung des Adels statt. Hierdurch ist der historische Adel als eine abgeschlossene Schicht anzusehen.

Nach dem Zusammenbruch des kommunistischen Gewaltsystems im Jahre 1989 erhielten einige Adelsfamilien den im Kommunismus enteigneten Besitz zurück. Prominente Beispiele sind die Häuser Schwarzenberg und Lobkowicz. Einige Vertreter des ehemaligen Hochadels gingen in die Politik. Karel Schwarzenberg ist mehrfach Außenminister Tschechiens gewesen.


Adel der Böhmischen Krone - Böhmen, Mähren, Schlesien

Index zu Král von Dobrá Voda: Der Adel von Böhmen, Mähren und Schlesien

Index zu von Doerr: Der Adel der Böhmischen Kronländer (TO DO)

Nachweis zu 208 adligen Geschlechtern im Almanach Pouzar

Nachweis zu 1.538 adligen Geschlechtern in Almanach Vavřínek

Kreuzindex für 1.746 Adelsgeschlechter in den Almanachen Vavřínek und Puzar

Namensindex des böhmischen Adels (Siebmacher)

Namensindex des mährischen Adels (Siebmacher)

Namensindex des schlesischen Adels (Siegmacher)


Videos zur Adelstradition der Habsburger Monarchie

Videos zur Adelstradition in der Habsburger Monarchie

Videos zur Adelstradition in Böhmen und Mähren


Weiterführende Links


Quelle: Abgeleitet aus der allgemeinen Wikipedia

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