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Adelssituation in Dänemark

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„Adelssituation in Dänemark“, in: WIKIa Szlachta [Onlinefassung]; URL:http://www.de.szlachta.wikia.com/, Zugang .. . .. . 20... .


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Dänischer Adel, Adelstitel in Dänemark, Adelsnamen in Dänemark

Man unterscheidet zwischen „Uradel“ und „Briefadel“. Der Uradel entstammt der Zeit vor Einführung des Adelsbriefs. Adelspatente wurden vom König ab der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts ausgestellt. So versuchte man, den Zugang zum Adel zu begrenzen, damit das steuerpflichtige Land nicht vermindert werde.

Bald trat im Adel eine soziale Schichtung ein: Der Adel mit großem Grundbesitz wurde zum Hochadel, der mit kleinem Landgut zum Niederadel, der nach 1400 auch als „Knappen“ (Væbner) bezeichnet wurde. Der Adel schloss sich nun gegenüber den unteren Ständen ab. 1526 wurde daher der Adel zur Unterscheidung von den niederen Klassen verpflichtet, feste Geschlechternamen anzunehmen. Zugleich entstand der Briefadel, da der König verdiente Bürgerliche in hohen Ämtern in den Adelsstand erhob.

Geschichtliche Entwicklung

Die Anfänge des dänischstämmigen Adels im Lande gehen auf die Bildung der Königsgarde, der Hauskerle zurück, die ein Adel kriegerischen Gepräges war. Die ersten Privilegien des Adels wurden ihm von König Knut VI. im 12. Jahrhundert verliehen, der den Adel und die Geistlichkeit zu privilegierten Ständen gegenüber dem Bürger und dem Bauern erhob, wodurch die nordische Freiheit und Gleichheit zurückgedrängt wurde. Die Vorrechte des Adels vermehrten sich noch, nachdem der schleswig-holsteinische Adel, der bedeutende Privilegien genoss, nach der Thronbesteigung der Oldenburger, zahlreich in Dänemark eingewandert war.

Diese Vorherrschaft des Adels im Staate dauerte bis 1660. In diesem Jahre wurde König Friedrich III. (Frederik III.) von den Ständen Geistlichkeit und Bürgerschaft zum absoluten Herrscher im Lande erklärt: Der alte Adel behielt nur seine soziale Bevorzugung, musste sie aber seit 1671 mit dem neugeschaffenen Hofadel teilen.

König Christian V. führte seit diesem Jahre sehr zahlreiche Nobilitierungen und Standeserhöhungen von Bürgerlichen und naturalisierten Fremden durch, welche den königstreuen Hofadel bildeten.

Aktueller Stand

Im § 97 der Verfassung von 1849 wurden alle adligen Vorrechte abgeschafft. In § 98 wurde die Errichtung neuer Lehen, Stammhäuser oder Fideikommisse untersagt und die Überführung solcher bestehender Güter in freies Eigentum angeordnet. Diese Vorschriften blieben bis heute erhalten, wenn auch unter anderer Zählung. Der Adelsbegriff als solcher blieb aber erhalten. Nach 1849 wurde in Dänemark niemand mehr geadelt, aber es gab einige Übernahmen ausländischer Adliger in den dänischen Adelsstand (Indigenat - Naturalisation).

Heute blühen in Dänemark noch etwa 225 Geschlechter, von denen der dritte Teil naturalisierter, ausländischer Herkunft ist. Es gibt nur drei Rangstufen: unbetitelter Adel, Freiherren und Grafen.

Das Staatsoberhaupt führt keine Nobilitierungen oder Standeserhöhungen mehr durch. Hierdurch ist der historische Adel als eine abgeschlossene Schicht anzusehen.

Weiterführende Links

Quelle: Abgeleitet aus der allgemeinen Wikipedia

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