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Adelssituation in Schweden

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„Adelssituation in Schweden“, in: WIKIa Szlachta [Onlinefassung]; URL:http://www.de.szlachta.wikia.com/, Zugang .. . .. . 20... .


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Schwedischer Adel, Adelstitel in Schweden, Adelsnamen in Schweden

Im Ritterhaus gab es drei Rangklassen: Die erste war die „Herrenklasse“ mit den Grafen und Freiherren. In der zweiten waren die Familien, die im Reichsrat vertreten waren oder zumindest die Befähigung dazu hatten, ohne dass es dafür einen Titel gab. Die dritte Klasse umfasste die übrigen Adligen.


Geschichtliche Entwicklung

Der schwedische Adel entstand im Zeitraum von der Mitte des 11. bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts während ständiger Fehden zwischen verschiedenen Königsgeschlechtern und entwickelte sich aus dem freien Bauerntum. Im Jahre 1279 wurde die Steuerfreiheit des Adels und seine Dienstpflicht in der Kavallerie im Statut von Alsnö festgelegt. Es gab damals noch keine Unterscheidung des Adelstandes in hohen und niederen Adel. Erst Erich XIV. machte bei seiner Krönung im Jahre 1561 die mächtigsten und begütertsten Edelleute zu Grafen und Freiherren, so dass ein hoher und ein niederer Adel entstand.

König Erik XIV. führte nach europäischem Vorbild 1561 auch Adelstitel ein: Graf und Freiherr.[S Der Herzogstitel war ausschließlich Mitgliedern der königlichen Familie vorbehalten. 1569 bestimmte Johann III. bei seiner Krönung, dass die Adelsprivilegien nur denen zukamen, die aus einer adligen Ehe stammten oder denen vom König ein Adelsbrief erteilt worden war.

Christina I., vermehrte den niederen Adel durch Nobilitierungen um etwa 400 Familien.

König Gustav II. Adolf gründete 1625 das Ritterhaus durch Erlass einer Ritterhausordnung. Alle Adligen mussten sich dort registrieren lassen. Damit wurde der Adelsstand eine geschlossene Körperschaft. Im Ritterhaus gab es drei Rangklassen: Die erste war die „Herrenklasse“ mit den Grafen und Freiherren. In der zweiten waren die Familien, die im Reichsrat vertreten waren oder zumindest die Befähigung dazu hatten, ohne dass es dafür einen Titel gab. Die dritte Klasse umfasste die übrigen Adligen. 1719 wurden die Adelsklassen abgeschafft, aber Gustav III. führte sie 1778 wieder ein. 1809 erhielten alle Stände das Recht, höchste Staatsämter zu bekleiden, und das Recht des Königs, verdiente Personen zu adeln, wurde in § 37 so geregelt, dass immer nur der älteste männliche Leibeserbe den Adelstitel erbte, und wenn es keinen gab, derjenige, der vom Stammvater her der nächste Anwärter war.

1865 hörte der Reichstag auf, in vier Ständen unterteilt zu sein. Damit endete auch die Vorrangstellung des Adels.


Aktueller Stand

Im Jahre 1902 fand mit Sven Hedin letzte Adelserhebung statt.

In der Verfassung von 1975 wurde die Möglichkeit der Adelserhebung nicht mehr erwähnt. Mit Wirkung vom 1. Juli 2003 verlor das Ritterhaus seine privilegierte Stellung als öffentlich-rechtliche Körperschaft und wurde zu einer juristischen Person des Privatrechts.

Hierdurch ist der historische Adel als eine abgeschlossene Schicht anzusehen. Im Jahre 2004 gab es noch etwa 619 schwedische Adelsgeschlechter, davon 46 Grafenhäuser, 124 Freiherrenhäuser und 449 adlige Häuser, mit zusammen etwa 28.000 Personen.


Weiterführende Links

Stammfolgen des Adels in Schweden

Adelsentwicklung in Skandinavien - ein Ländervergleich

Quelle: Abgeleitet aus der allgemeinen Wikipedia.

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