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65 Familien des landsässigen Adels von Rahatschou nach dem Stand bis 1772

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Jackievič, Ź. L.: „Herbarz Mały Szlachty Rohaczewskiej" [Kleines Wappenbuch des Adels von Rahatschou], in: АРХІВАРЫУС, Выпуск 6 – 8, Мінск. Белндідас, 2008 – 2010, [Der Archivar, h.eft 6-8, Minsk. Bielnbidsa, 2008-2010, herausgegeben vom Białoruski Naukowo-Badawczy Instytut Dokumentacji i Sprawy Archiwnej], aus dem Weißrussischen übersetzt durch Jury Łyczkowski, bearbeitet und eingeführt durch Edward von Schlesinger“, in: WIKIa Szlachta [Onlinefassung]; URL: http://www.de.szlachta.wikia.com/, Zugang .. . .. . 201. .

Ursprungsquelle: Jackievič, Ź. L.: "Herbarz Mały Szlachty Rohaczewskiej" [Kleines Wappenbuch des Adels von Rahatschou], in: АРХІВАРЫУС, Выпуск 6 – 8, Мінск. Белндідас, 2008 – 2010, [Der Archivar, h.eft 6-8, Minsk. Bielnbidsa, 2008-2010, herausgegeben vom Białoruski Naukowo-Badawczy Instytut Dokumentacji i Sprawy Archiwnej], aus dem Weißrussischen übersetzt durch Jury Łyczkowski.

Von besonderer Bedeutung ist diese Publikation deshalb, da sie jeweils eine eine kurze Beschreibung der Adelslegitimation enthält, enthält bedauerlicher Weise jedoch keine Wappenabbildungen.

Rahatschou , BY- Рагачоў, Rahaczou, PL(neu) Rohaczów, PL-(alt) Rohaczew;, RU- Рогачёв-Rogatschow), Rejonsitz in Weißrussland, ist eine Stadt in der Homelskaja oblast in Weißrussland. Es ist die Hauptstadt des Rajon Rahatschou. Die Stadt liegt zwischen den Flüssen Drut und Dnepr. Die Einwohnerzahl beträgt 34.882 (Stand 2010).


Wappen von 1781

Wappen von Rahatschou , BY- Рагачоў, Rahaczou, PL(neu) Rohaczów, PL-(alt) Rohaczew;, RU- Рогачёв-Rogatschow

Beschreibung: Im goldenen Wappen schwebt eine goldene Krone über einen oberhalb der schwarzen Teilungslinie wachsenden schwarzen goldgekrönten Doppeladler mit hochgebogenen Flügeln und unten ein gebogenes schwarzes Horn.

Symbolik: 1781 erhielt die Stadt ihr Wappen, ein schwarzes Horn auf einem goldenen Schild, die goldene Farbe steht für den in diesem Gebiet in großen Mengen produzierten Honig.


===Geschichte=== 

Lage von Rahatschau in der Republik Weißrussland

vor 1142

Archäologische Funde aus der Gegend belegen, dass bereits vor etwa 14.000 Jahre hier Menschen lebten. Es wurden zahlreiche Werkzeuge und Waffenteile aus Feuerstein sowie Knochenreste von Mammuten gefunden. Erste Siedlungen sind für die Mittlere Steinzeit nachweisbar. Während der Bronzezeit war dieses Gebiet schon relativ dicht besiedelt. Besonders aus dieser Zeit finden sich hier viele Grabstätten.

Etwa zu Beginn unserer Zeitrechnung, vor ungefähr 2.000 Jahren existierte im Gebiet von Rahatschau bereits eine Burganlage. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1142 und bezieht sich auf Fürst Igor.

Die Herkunft des Namens der Stadt ist nicht geklärt.

1142–1772

Im 13. Jahrhundert gehörte Rahatschou zum Großfürstentum Litauen. Zu dieser Zeit kam es zu Kriegen zwischen dem litauischen und dem expandierenden Großfürstentum Moskau, in dem es auch um das Gebiet um Rahatschau ging. Gleichzeitig drängten aber auch Krimtataren und Kasachen in diese Region.

Im 15. Jahrhundert kam es unter Litauen zu einer recht dynamischen Entwicklung des Gebietes, diese Zeit wird als das Goldene Jahrhundert für Rahatschou bezeichnet. Die zu dieser Zeit regierenden gediminiden Pinsker Fürsten gaben das Gebiet an Sigismund I. (der Ältere) (1467–1548) ab, der die Stadt seiner Frau Bona Sforza zur Hochzeit schenkte. Sie war eine Fürstin von Milano, unter anderem bekannt durch ein Gemälde von Lucas Cranach d. J. Bona ließ sich in Rahatschau auf dem Schlossberg im Zentrum des alten Stadtkerns ein Schloss erbauen.

1562 wurde die Stadt von Krimtartaren geplündert und niedergebrannt, 1654 halten sich in diesem Gebiet die Truppen des Hetman Solotorjenko auf.

1569 bis 1772 war Rahatschau Teil der Realunion Litauen-Polen.

Im 17. und 18. Jahrhundert verlor Rahatschou durch die anhaltenden kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen den sich noch immer bekämpfenden Litauern und Moskauern an Bedeutung, die Entwicklung stagnierte.

Im Jahr 1772, nach der ersten Teilung der Adelsrepublik, lag Rahatschou im Herrschaftsbereich der aus litauischen und polnischen erstandenen neuen Gouvernements. Die Stadt wurde zum Verwaltungszentrum eines Kreises, der etwa die fünffache Größe des heutigen Landkreises besaß.

1772–1917

Am 22. März 1777 wird Rahatschau durch Erlass der Kaiserin Katharina II. Hauptstadt eines Kreises im Gouvernement Mogiljow.

Zu dieser Zeit wurde beschlossen, auf dem Schlossberg an Stelle des Schlosses der Fürstin Bona eine neue Burg zu errichten. Die Pläne waren bereits fertigt und die im Wege stehenden Gebäude waren schon abgerissen worden, als die Pläne zum Neubau hier am Ort wieder aufgegeben und die Anlage in Bobruisk errichtet wurde.

Die günstige geographische Lage der Stadt war ein wesentlicher Faktor für die Entwicklung und den Aufschwung besonders der Forstwirtschaft und des Handwerks. Rahatschau war ein wichtiger Punkt auf dem Handelsweg entlang des Dnepr zwischen Mogiljow und Kiew.

Der wirtschaftliche Aufschwung und die kulturelle Entwicklung der Stadt wurde durch den Vaterländischen Krieg gegen die Truppen von Napoleon Bonaparte unterbrochen.

Die Aufhebung der Leibeigenschaft durch Zar Alexander II. erfolgte im Jahre 1861.

Im 19. Jahrhundert war die Ansiedlung von Juden in Russland hauptsächlich auf den Ansiedlungsrayon beschränkt. Rahatschou gehörte zu diesem Gebiet, und hier waren Ende des 19. Jahrhunderts etwa 60 % der Einwohner jüdischen Glaubens. Einige von ihnen brachten es zu großem Wohlstand. Wassili Jolschin, ein adliger Jude mit recht großem Reichtum, ließ 1905–1909 in der Stadt einige große Gebäude errichten, die er dann der Stadt übereignete. Zwei von diesen Gebäuden gibt es noch heute, die Schule Nr. 2 und der Palast der Pioniere. Das ebenfalls von ihm finanzierte und gebaute Kinotheater für 600 Plätze, für damalige Verhältnisse sehr groß, steht heute nicht mehr. Dieses Gebäude war ein kulturelles Zentrum, unter anderem trat auch Schaljapin hier auf.

Zusammenstellung des landsässigen Adels von Rahatschou nach dem Stand bis 1772

Legende:


Familienname

Wappenname

1

 Akinczyc h.

 Przyjaciel

2

 Akuszki h.

 Leliwa

3

 Bańkowski h.

 Brodzic

4

 Berliński h.

 Kolumna

5

 Bortkowski h.

 Boryczko

6

 Chodasowicz h.

 Jedeszko

7

 Czemesow—Kurowski h.

 Strzeniawa

8

 Dziernołowicz h.

 Lubicz

9

 Faszcz h.

 Prus II

10

 Gomolicki h.

 eigenen Wappens

11

 Gorbaczewski h.

 Hołownia

12

 Górski h.

 Pobóg

13

 Gozdawa-Giżycki h.

 Gozdawa

14

 Gruszecki h.

 Lubicz

15

 Grzybowski h.

 eigenen Wappens

16

 Hryńkiewicz h.

 Nalewka

17

 Hubarewicz

 ??

18

 Jakimowicz-Jankowicz h.

 Janina

19

 Jankiewicz-Wierbicki h.

 Ślepowron

20

 Januszkiewicz h.

 Lubicz

21

 Juszkiewiczow h.

 Ślepowron

22

 Kiełczewski h.

 Habdank

23

 Klimowicz

 ??

24

 Konasewicz h.

 Topór

25

 Korotkiewicz h.

 Korwin

26

 Korwin-Krasiński h.

 Ślepowron

27

 Korzunow h.

 Kot Morski (Abwandlung)

28

 Kuczyński h.

 Ślepowron

29

 Kurakow

 ??

30

 Kurbacki h.

 Blankensztein

31

 Łasowski h.

 Prus II

32

 Lewaltow-Jezierski h.

 Rogala

33

 Łyczkowski h.

 Sulima

34

 Malinowski h.

 Pobóg

35

 Moroczewski

 ??

36

 Myszkowski h.

 eigenen Wappens

37

 Nieroński h.

 eigenen Wappens

38

 Niestorowicz h.

 Pobóg (Abwandlung)

39

 Oksza-Czechowski h.

 Oksza

40

 Pierieswiet-Sołtan h.

 eigenen Wappens (Syrokomla Abwandlung)

41

 Pleski h.

 Tarnawa

42

 Połoński h.

 Leliwa

43

 Popławski h.

 Drzewica

44

 Rokicki h.

 Rawicz

45

 Rożanowicz h.

 Ślepowron

46

 Rozwadowski h.

 Rogala

47

 Serwirog h.

 Prus III (Abwandlung)

48

 Sielicki h.

 Korczak

49

 Sliwa-Skorynowicz h.

 Ogończyk

50

 Słuczanowski h.

 Trzy Gwiazdy

51

 Strzałka-Koniuszewski h.

 Strzałka

52

 Strzełkowski h.

 Łazanka

53

 Sulima-Gorbatowski h.

 Sulima

54

 Szelutowie h.

 Kalwaria

55

 Szemiakow h.

 Prawdzic

56

 Szendzikowski h. (Sędzikowski?)

 Lubicz

57

 Szymkiewicz h.

 Prus

58

 Tarasewicz-Szerepicz-Łapicki h.

 Junosza

59

 Truchanowicz-Chodanowicz

 ??

60

 Tyczyński h.

 Topór

61

 Uścinowicz

 ??

62

 Uścinowicz h.

 Jastrzębiec

63

 Walentynowicz-Gotalski h.

 Złota Wolność

64

 Werozembski h.

 Leliwa

65

 Wiszniewski h.

 Gołytko (Prus I)


Quelle:

http://www.lyczkowski.net/pl/lists/list_4.html Zugang 6. VII. 2013.