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Gesamtindex der Ritter des Ordens der Eisernen Krone (EKO)Bearbeiten

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Österreichisch-kaiserlicher Orden der Eisernen KroneBearbeiten

Viele Nobilitierungen des XIX. Jhdt. in der Habsburger Monarchie haben ihren Ursprung in der Verleihung des Kaiserlichen Ordens der Eisernen Krone. Daher kann ein Ansatzpunkt bei der Erarbeitung der Familiengeschichte die Anfrage bei ehemaligen Haus-, Hof- und Staatsarchiv in Wien sein, nach den erhaltenen Verleihungsakten sein.


Orden der Eisernen KroneBearbeiten

Der Orden der Eisernen Krone war eine italienische, später österreichische Auszeichnung und wurde am 5. Juni 1805 durch Napoléon Bonaparte nach seiner Krönung zum König von Italien unter der Bezeichnung Ordre de la Couronne de Fer oder auch Ordine della Corona di Ferro gestiftet.


Stiftung Napoléons (1805–1814)Bearbeiten

Der Orden bestand aus drei Klassen und die Anzahl der Mitglieder war dabei begrenzt.

1. Dignitare (20)

2. Kommandeure (100)

3. Ritter (500)

Davon waren fünf Großkreuze, fünfzig Komture- und zweihundert Ritterkreuze französischen Offizieren und Soldaten vorbehalten. Großmeister war der jeweilige König von Italien. Am 19. Dezember 1807 erweiterte Napoléon den Orden um fünfzehn Großkreuze, fünfzig Komture und dreihundert Ritter.


OrdensdekorationBearbeiten

Das Ordenszeichen zeigte ursprünglich einen französischen Adler mit einem Blitz und der Eisernen Krone in den Fängen, um die sich ein Band mit der Ordensdevise DIEU ME L’A DONNÉ, GARE À QUI Y TOUCHERA [Gott hat sie mir gegeben, weh dem, der sie berührt] windet.


Getragen wurde die Auszeichnung an einem orangefarbenen Band mit grünen Randstreifen. Das Großkreuz wurde mit einem goldenen Bruststern, das im Medaillon das Profil von Napoléon zeigt, und einer Schärpe von der linken Schulter zur rechten Hüfte getragen. Auf dem Stern ist die Devise in italienischer Sprache zu sehen DIO ME L’HA DATA, QUAI A CHI LA TOCCHERÀ. Komture und Ritter trugen die Auszeichnung auf der linken Brust. Bei letztgenannten ist das Ordenszeichen statt aus Gold in Silber gefertigt.


Stiftung Franz I. (1815–1918)Bearbeiten

Nach dem Sturz Napoléons wurde das Lombardisch-Venezianische Königreich in den Verhandlungen des Wiener Kongresses dem österreichischen Kaiserhaus zugesprochen. Kaiser Franz I. ließ das Tragen des Ordenszeichens untersagen und stiftete den Orden am 7. April 1815 als militärischen und zivilen Verdienstorden neu. In weiterer Folge erhielten Inhaber des Napoleonischen Ordens eine Trageerlaubnis für die österreichische Version der ihnen verliehenen Ordensklasse.


In der Übergangszeit finden sich Exemplare, in der Profil von Napoléon durch den Habsburger Doppeladler ausgetauscht wurde (siehe Bild).


Ordensdekoration und -klassenBearbeiten

Das Ordenszeichen zeigt die lombardische Eiserne Krone, auf welcher der zweiköpfige österreichische Adler mit Schwert und Reichsapfel ruht, der auf beiden Seiten an der Brust ein dunkelblau emailliertes Herzschild trägt, auf welchem vorn ein goldenes F [Franz] und hinten das Jahr der Stiftung 1815 steht. Über diesem Doppeladler befindet sich noch in Gold die Kaiserkrone.

Das Band ist goldgelb mit dunkelblauer Einfassung, an demselben wird der Orden von den Rittern III. Klasse im Knopfloch, von denjenigen II. Klasse um den Hals, und von denen I. Klasse von der rechten Schulter zur linken Hüfte getragen.


Die Ritter I. Klasse tragen außerdem auf der linken Brust noch einen vierstrahligen, silbernen Ordensstern, das goldene Mittelschild enthält die Eiserne Krone und ist umgeben von einem blauen Reif mit der Inschrift der Ordens-Devise AVITA ET AUCTA  [Ererbt und Vermehrt].


Bei feierlichen Anlässen wurde eine Ordenskette getragen, die abwechselnd aus drei verschiedenen Gliedern gebildet wird, die aus den verschlungenen Buchstaben F. P. (Franciscus Primus), aus einem Eichenkranz und aus der Eisernen Krone bestehen, ferner hat die Kette noch ein Mittelglied aus einem größeren Eichenkranz mit durchgesteckten Eichen- und Palmenzweigen, an welchem das Ordenszeichen hängt.


Am 12. I. 1860 folgte per Statut die Einführung der Kriegsdekoration zu allen Ordensklassen als Auszeichnung für unmittelbar vor dem Feind erworbenen Verdienste. Es handelt sich dabei um einen goldenen, grün emaillierten Lorbeerkranz, der um den Doppeladler gelegt ist.


Mit dem Ende der Monarchie 1918 wurde der Orden nicht mehr verliehen.


Sozialhistorische BedeutungBearbeiten

Kaiser Franz I. schuf den Verdienstorden im Sinne der Romantik als „ritterlich“ verstandene Sozietät, in der Architektur der neugotischen Interpretation einer mittelalterlichen Burg beim Schloss Laxenburg vergleichbar.


Das aufstrebende Bürgertum, das für die wirtschaftliche Entwicklung von großer Bedeutung war, sollte mittels Ordensverleihungen an die Dynastie gebunden werden. 


Das aufstrebende Bürgertum, das für die wirtschaftliche Entwicklung von großer Bedeutung war, sollte auch neben dem Militär mittels Ordensverleihungen an den Staat und die Dynastie gebunden werden. Laut § 11 der Ordensstatuten vom 1. I. 1816 sollte die Anzahl der Ordensritter 100 nicht überschreiten (20 Mitglieder der I., 30 der II. und 50 der III. Klasse). Die wichtige soziale Rolle des Ordens verdeutlicht, das bereits nach 40 Jahren im Jahr 1856 fast zweitausend Personen ausgezeichnet waren. 


Diese immateriellen Ehrungen kosteten den Staat nichts, im Gegenteil: von den Ordenswerbern zu entrichtende Taxen flossen in das Budget. In der späteren konstitutioneller Zeit flossen die Einnahmen in Dispositionsfonds der jeweiligen Regierung zur sich der Budgetkontrolle entziehenden Zahlungen an Journalisten und anderen Personen.


Ab bestimmten Rängen im Staatsdienst, besondere zivile Verdienste aber auch für bedeutsame Stiftungen an den Staat „gebührte“ nach ungeschriebener Konvention eine der drei Klassen des Ordens. Der Orden entwickelte sich somit nach dem russischen Muster einer systemmäßigen Nobilitierung zur Schaffung eines staatstragenden Systemadels. Damen war die Ordenswürde vorenthalten. 


Auch der Sprachgebrauch zeigt diese Entwicklung: Man wurde in den Orden nicht mehr aufgenommen, sondern erhielt ihn im Sinne einer Gnadenerweisung verliehen. 


Die I. Klasse des Ordens – in ihr waren soziale Aufsteiger nur sehr selten vertreten – erlaubte dem neuen Ordensträger statutenmäßig, um die Zuerkennung der Würde eines Geheimen Rates anzusuchen (mit welchem auch die Anrede „Exzellenz“ verbunden war). Diese Würde verlieh damit, soweit noch nicht vorliegend, die Hoffähigkeit, d. h. den Zutritt zum Kaiserhof (z. B. wurden bürgerliche Minister der konstitutionellen Ära öfters mit der ersten Ordensklasse bedacht). 


Die II. Ordensklasse ebnete auf Ansuchen den Weg in den erblichen Freiherrenstand, die III. Klasse auf Ansuchen zum erblichen Ritterstand und somit im Unterschied zum einfachen Adel oder dem Adelstand mit dem Ehrenwort „Edler von“ zur landständischen Würde. (siehe Statuten)


Am 24. August 1884 wurden diese systemmäßigen Nobilitationen durch einen Erlass des k.k. Ministerium des Inneren beendet, d. h. es bestand kein Anspruch auf den Gnadenakt einer Standeserhöhung.


LiteraturBearbeiten

1. Die Orden, Wappen und Flaggen aller Regenten und Staaten (Anhang), Verlag Moritz Ruhl, Leipzig 1884

2. Mayerhofer, Ernst: Handbuch für den politischen Verwaltungsdienst. V, Wien 1901, S. 175 f.

3. Měřička, Václav: Orden und Ehrenzeichen der Österreichisch-Ungarischen Monarchie. Wien und München 1974

4. Procházka, Freiherr von, Roman: Österreichisches Ordenshandbuch. I-IV., München 1974, S.39-40

5. Megner, Karl: Zisleithanische Adels- und Ritterstanderwerber 1868–1884. Hausarbeit am Institut für österreichische Geschichtsforschung, Wien 1974, [Maschinenschrift]

6. Stolzer, Johann; Steeb, Christian: Österreichs Orden vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Akademische Druck– und Verlagsanstalt Graz, ISBN 3-201-01649-7, S.146-162


Die mit einem Stern (*) bezeichneten Ordensritter dürfen die ihnen zuständige Klasse der Dekoration als Kriegsdekoration tragen.


Großmeister des Ordens der Eisernen KroneBearbeiten

Der jeweilige Chef des Hauses Habsburg-Lothringen, zum Zeitpunkt des Zusammenstellung Seine kaiserliche königliche Apostolische Majestät Franz Joseph I.


Nach dem Sturz von Napoléon I, Erzieher des Ordens, wurde das Amt des Großmeisters des Ordens der Eisernen Krone in den Händen der Kaiser von Österreich bis Ende der Monarchie aufrechterhalten, obwohl seit 1859 (mit dem Verlust des Königreichs Lombardo-Venetien), die Verbindung mit der heiligen Krone war weniger symbolisch und geographisch.

Napoléon I., Kaiser der Franzosen, 1806 - 1814; 1815

Franz I., Kaiser von Österreich, 1816 - 1838

Ferdinand I., Kaiser von Österreich, 1838 - 1848

Franz Joseph I., Kaiser von Österreich-Ungarn, 1848 - 1916

Karl I., Kaiser von Österreich-Ungarn, 1916 - 1924


Generalprälaten des Ordens der Eisernen KroneBearbeiten

In der Napoléonischen Zeit war der Orden trotz der Bindung an die Eisernen Krone stark säkularisiert. Erst im Laufe der österreichischen , und im Laufe des österreichischen Dekoration Verwaltung, gewann sie einen starken neuen heiligen Wert und als solche hatte die Gelegenheit, mit einer allgemeinen Prälat Unternehmen engagiert in den wichtigsten Funktionen des Ordens.


Symbolischer Sitz des Ordens (wie auch in der Napoléonischen Zeit) war Mailand. Daher erhielten seit 1818 die Erzbischöfe von Mailand zum Zeitpunkt deren Bestellung die allgemeine Ordensprälatur und gemäß diesem Auftrag den Großkreuz des Ordens.

Karl von Kajetan Gaisruck, Erzbischof von Mailand, 1818 - 1846

Romilli Carlo Bartolomeo, Erzbischof von Mailand, 1846 - 1859

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