FANDOM


Wie starte ich die Suche nach den Familienwurzeln?

zurück

QR-Code-Start

Zitieren-dieses-Artikels Empfohlene Zitierweise

„Wie starte ich die Suche nach den Familienwurzeln?“, in: WIKIa Szlachta [Onlinefassung]; URL: http://www.de.szlachta.wikia.com/, Zugang .. . .. . 20.. .


Bei manchem beginnt es vielleicht mit einem alten Fotoalbum seiner Großmutter. Ein anderer bestaunt eine Familien-Chronik, geschrieben von einem entfernten Verwandten. Oder die von Opa schon so oft erzählte, langweilige Geschichte wird plötzlich zum zündenden Funken. Irgendwann regt sich in vielen Menschen das Interesse, nach den eigenen Wurzeln zu forschen und mit der Ahnenforschung zu beginnen. Dies ist besonders für Familien mit "Wanderungshintergrund" nicht einfach, da vielfach ab der 2. Generation sich die Auswirkungen des sprachlichen Babylons bemerkbar machen. Dennoch ist die Kenntnis der eigenen Wurzeln eine unverzichtbare Grundlage der Familientradition und des Bewußtseins ein Mitglied des historischen Adels zu sein. In unser heutigen kurzlebigen Zeit ist es besonders bedeutsam, sich des eigenen Urprungs nicht im nationalen sondern im kulturellen Sinne - in Sinne des Sarmatismus der Szlachta - bewußt zu sein.

Präsentation eines 20 m langen Stammbaumes bei der Kleinpolnischen Genealogischen Gesellschaft in Krakau

Der WIKI hilft ihnen einerseit ihre adligen Wurzel zu finden als auch sie zu dokumentieren. Der WIKI wird aus Mitteln einer gemeinnützigen Familienstiftung unterhalten, deren Wurzeln im Jahre 1978 zu suchen sind. Sie fühlt sich dem Vermächnis des Geschlechtergründers verpflichtet, der sich maßgeblich um den österreichisch-ungarischen Ausgleich im XIX. Jhdt. verdient gemacht habe. Ihre Arbeit stützt die Stiftung auf eine Fachbibliothek, die in den 90-er Jahren mit 10.000 Bänden, darunter Manuscripten und Inkunabeln, zu größeren Spezialbibliotheken dieser Art in der Bundesrepublik Deutschland zählte. Steuerlich abzugsfähige Spenden und Vermächnisszuwendungen helfen der Stiftung wichtige Projekte zu realisieren.

Die ehrenamtlich tätige Redaktion des WKI führt keine Auftragsforschungen, ist aber bemüht Interessierten bei ihren Forschungen zu helfen. 

Wer sich der Ahnenforschung widmen will, kann dies als lebenslanges Hobby verstehen, denn fertig wird man mit der Erstellung seines Familien-Stammbaumes nie. Je tiefer man in die Vergangenheit zurückgeht, desto mehr "Baustellen" werden sich bilden. Schon nach 10 Generationen ist man bei 1024 Personen angelangt!

Generation Personenanzahl Bezeichnung

    0              1         Proband / selbst
    1              2         Eltern
    2              4         Großeltern           
    3              8         Urgroßeltern           
    4             16         Alteltern
    5             32         Altgroßeltern
    6             64         Alturgroßeltern
    7            128         Obereltern
    8            256         Obergroßeltern
    9            512         Oberurgroßeltern
   10           1024         Stammeltern
   11           2048         Stammgroßeltern
   12           4096         Stammurgroßeltern
   13           8192         Ahneneltern
   14          16384         Ahnengroßeltern
   15          32768         Ahnenurgroßeltern
   16          65536         Urahneneltern
   17         131072         Urahnengroßeltern
   18         262144         Urahnenurgroßeltern
   19         524288         Erzeltern
   20        1048576         Erzgroßeltern
   21        2097152         Erzurgroßeltern
   22        4194304         Erzahneneltern
   23        8388608         Erzahnengroßeltern
   24       16777216         Erzahnenurgroßeltern


Die Kekulé-Nummern


In der Genealogie ist es üblich, die Vorfahren innerhalb eines Stammbaumes mit der sog. Kekulé-Nummerierung zu versehen. Dieses 1898 eingeführte Nummerierungs-System vergibt dem Probanden (Ausgangsperson) die Nr. 1. Jeder Vater einer Person erhält den doppelten Wert, jede Mutter den doppelten Wert plus 1. Alle männlichen Vorfahren eines Probanden haben gerade Zahlen, alle weiblichen Vorfahren ungerade Zahlen.

Nachfolgendes Schema erläutert das System:

Generation 0 (Proband)                          1
                                 _______________|_______________
                                |                               |
Generation I (Eltern)           2                               3
                         _______|_______                 _______|_______
                        |               |               |               |
Generation II           4               5               6               7
                     ___|___         ___|___         ___|___         ___|___
                    |       |       |       |       |       |       |       |
Generation III      8       9      10      11      12      13      14      15
                   _|_     _|_     _|_     _|_     _|_     _|_     _|_     _|_
                  |   |   |   |   |   |   |   |   |   |   |   |   |   |   |   |
Generation IV    16  17  18  19  20  21  22  23  24  25  26  27  28  29  30  31


Wie sehen die Schritte der Ahnenforschung aus?


Zunächst einmal sollte man sich entscheiden, wie man die Ergebnisse seiner Ahnenforschung festhalten will. Wer über keinen Computer verfügt, kann sich Ahnentafel-Vordrucke in vielen Variationen aus dem Handel besorgen. Anbieten tut sich jedoch die Organisation seiner Stammbaum-Daten auf dem PC. Unter Links gibt es eine kommentierte Zusammenstellung unterschiedlicher elektronischer Lösungen für den Familienforscher, teilweise sogar komplett kostenlos. Die Installation einer Test-Version ist zu empfehlen, da die Programme in ihrer Benutzerfreundlichkeit stark variieren.

Dann kann es mit der Informationsbeschaffung schon losgehen. Zunächst wird man sich in der Familie umhören, die Eltern und Großeltern befragen, vielleicht zusammen in alten Fotos herumstöbern. Das Erinnerungsvermögen seiner Gesprächspartner entscheidet über das weitere Vorgehen. Nicht selten lernt man auf diesem Wege andere, entfernte Verwandte kennen, die wiederum etwas mehr wissen, andere Fotos zeigen und manche Geschichte erzählen können. Anschließend weiß man dann, warum sich Opa und Oma Sowieso und Onkel und Tante Soundso seit 15 Jahren nicht mehr grün sind. Es ist interessant, auch mal andere Versionen der Verwandtschafts-Geschichten zu hören, das erweitert den Horizont ungemein. 

Die Grundlage unseres Seins

Nach dem Mündlichen das Schriftliche: wo vorhanden, müssen für die genauen Daten Geburts-, Heirats- und Sterbeurkunden her. Wenn nicht oder nicht mehr vorhanden, können diese Urkunden beim jeweiligen Standesamt als Kopie nachgefordert werden, ein entsprechender Verwandtschaftsnachweis ist vorzulegen. Was gibt es noch für Möglichkeiten? Vielleicht existiert auf irgendeinem Dachboden der Verwandtschaft ein schon mal vor Zeiten angefertigter Stammbaum oder sogar eine Familien-Chronik. Viele Großeltern haben auch noch einen sog. Arier-Nachweis im Besitz, eine Abstammungs-Urkunde aus dem dritten Reich, die Ahnenforschern das Leben sehr erleichtert. Ein wichtiger Faktor bei der Recherche ist natürlich schließlich das Internet. Es gibt eine Vielzahl von Quellen, die online erkundet werden können. Einige interessante Datenbanken findet man auf der Linkseite. Ein wichtiger Tip: notieren Sie zu jeder Info, die Sie in Ihre Unterlagen übertragen, die Quellen-Angabe! Sie wissen nach zwei Jahren garantiert nicht mehr, woher Sie die Geburtsdaten von UrGroßtante Frieda haben, ob aus einer Urkunde oder von jemandem, der sich nur vage erinnern konnte. Dies kann später jedoch mal wichtig sein, z. B. beim Abgleich von Daten anderer Ahnenforscher. 

Da die Personenstandsregister erst seit 1874 in den Standesämtern geführt werden, muss bei allen Recherchen, die darüber hinaus gehen, auf Kirchenbücher oder andere alte Dokumente zurückgegriffen werden. Die Kirchenbücher, in denen Geburts- bzw. Tauf-, Trauungs- und Sterbedaten aufgezeichnet wurden, können bis in den Anfang des 16. Jh. zurückgehen. Kirchenbücher können auf Anfrage in den Kirchenarchiven eingesehen werden. Alternativ kann man in den Genealogie-Forschungsstellen der Mormonen-Kirche Mikrofilme der meisten Kirchenbücher zur Ansicht bestellen. Gerade für die Ahnenforschung in ehemals deutschen Ostgebieten kann sich dies als praktisch erweisen. So spart man sich oft die Fahrt ins Archiv.

Ein Beispiel wie man auch entfernte Wurzel erfolgreich suchen kann, findet man besonders gekonnt auf dieser Seite der Familie Böttcher.


archiviert:

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Auch bei FANDOM

Zufälliges Wiki