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Wörterbuch genealogisch-heraldischer Terminologie Buchstabe SBearbeiten

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Säkularisation Einziehung oder Nutzung kirchlicher Besitztümer (Land oder Vermögen) durch den Staat. Im engeren Sinne versteht man unter Säkularisation die Einverleibung der geistlichen Fürstentümer und Herrschaften des Heiligen Römischen Reiches durch größere Territorialstaaten während des Napoleonischen Zeitalters.
Sasse Grundbesitzer, insbesondere in Zusammensetzungen wie Freisasse, Landsasse und Hintersasse (Bauer).
Sattelhof auch Sadelgut, Sattelgut, Sedelgut, Setelgut [zu mhdt. sätel, sedel, „Sessel, Sattel, (Land-, Wohn-)Sitz"]: größeres Bauerngut, das rechtlich (zumindest hinsichtlich der Befreiung von den Lasten der Bauerngüter) den Rittergütern gleichgestellt war.
Schacherer Hausierer.
Schaffner Verwalter geistlicher Güter, besonders bestehender und aufgehobener Klöster und Stifte, der die gleichen Aufgaben wie der -> Kell(n)er hatte.
Scharrmacher Wagner, Stellmacher.
Schätzung wichtigste direkte Steuer, dessen Register der -> Kell(n)er führte. Der Name rührt von der regelmäßig vorgenommenen "Schätzung" der Vermögensverhältnisse der -> Zensiten her. Steuerobjekt war das gesamte Vermögen.
Schaustück oder Halskleinod, Bezeichnung in der -> Heraldik für eine goldene Schaumünze, die an einer goldenen Kette um den -> Wappenhelm liegt.
Schild (der) Verteidigungswaffe eines Ritters, das gewöhnlich sein persönliches Bildsymbol (-> Wappen) zeigt. Die Form der zeitgemäßen Verteidigungsschilde entspricht den unterschiedlichen Wappenschildformen (z.B. gotischer Dreieckschild, Rundschild oder -> Tartschenschild). Der persönliche Wappenschild wurde meist auch in das -> Siegel übernommen.
Schildbild Bildsymbol, das im Schild eines -> Wappens zu sehen ist.
Schildhalter -> Prachtstücke.
Schiltken Landmaß
Schirmvogt Landesherr oder Ritter, der in weltlichen Angelegenheiten einer benachbarten geistlichen Herrschaft seine Hilfe leiht.
Schlüter Steuereinnehmer
Schnur Schwiegertochter
Schöffe Beisitzer eines weltlichen Gerichts.
Schoß / Geschoß Bezeichnung für Steuern, vor allem Vermögens- und Gewerbesteuer (von "zuschießen")
Schoßfall Rückerbschaft
Schultheiß Vorsitzender eines Dorfgerichts und örtlicher Vertreter der Grundherrschaft. Er wohnte gewöhnlich auf einem Herrenhof, hatte die Abgaben für die Herrschaft einzuziehen und abzuliefern.
Schütz öffentliches Amt des Feldhüters, das jeder Neubürger auf eine gewisse Zeit zu übernehmen verpflichtet war. Die Grundbesitzer hatten den Schützen eine Abgabe zu liefern.
Schwager/Schwägerin Geschwister des Ehegatten
Schwehr Schwiegervater
Schwertdegen junger Ritter.
Schwertseite die heraldisch rechte (vom Betrachter aus linke) männliche Seite z.B. bei -> Allianzwappen oder einer -> Auf schwörung.
Schwieger Schwiegermutter
Seelenbad Eine Donation wohlhabender Leute mit dem Zweck, dass sich arme Zeitgenossen den Aufenthalt in einem der früheren Badehäuser leisten konnten.
Seelenliste Seelenlisten oder auch Gemeindeseelenlisten wurden von den Bürgermeistern und/oder anderen ehemaligen Bürgern (hier vor allem Pastoren, Lehrer, Gutsverwalter u.a.) der Gemeinden nach Flucht und/oder Vertreibung aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten angelegt. In diesen Listen ist die Bevölkerung eines Ortes zum Zeitpunkt der letzten Volkszählung (1939) auflistet. Diese Listen waren Grundlage für die Lastenausgleichsverfahren, in denen die Bundesrepublik Deutschland den Betroffenen Ausgleichszahlungen für die erlittenen wirtschaftlichen Verluste gewährte.
Seitenverwandte Nebenzweig einer Familie
Selde Hütte, Kate
Selig verstorben
Sendschöffe Beisitzer eines kirchlichen Gerichts, das über die Moral der Gemeindemitglieder wachte und richtete.
Siegel amtliche oder persönliche Bildzeichen (meist -> Wappen), die mittels eines -> Typars oder einer->Petschaft als Verschluß einer Sache oder zur Beglaubigung von Urkunden aufgedrückt wird.
sigillum citationis Übersendung des losen -> Siegelabdruck eines Richters, der damit die Parteien zum nächsten Gerichtstag vorlud.
sigillum maius Bezeichnung für das große -> Siegel einer Institution (Behörde).
Signet besonders kleines -> Siegel.
Sippe Gesamtverwandtschaft eines einzelnen Menschen sowohl väterlicher- als auch mütterlicherseits.
Sphragistik Siegelkunde.
Spindelseite die heraldisch linke (vom Betrachter aus rechte) weibliche Seite z.B. bei -> Allianzwappen oder einer -> Aufschwörung.
Spitzenahnen Spitzenahnen sind die jeweils ältesten Vorfahren in einer Ahnenreihe, zu denen Daten für die Eltern fehlen. Ein Familienforscher, der seine Vorfahren einschließlich der Ururgroßeltern vollständig (aber auch nicht darüber hinaus) erfasst hat, hat danach 16 Spitzenahnen.
Stammbaum Ein Stammbaum im Sinne der Genealogie ist eine grafische, an einem natürlichen Baum orientierte Darstellung desjenigen Teils der Nachkommenschaft eines Probanden, der in männlicher Line von diesem abstammt.
Stammblatt Hilfsmittel des Ahnen- und Familienforschers, wobei jedes Ehepaar seiner direkten -> Ahnen mit ihren zugeordneten -> Personennummern, Lebensdaten und sonstigen Informationen unter Hinweis auf Eltern und Kinder auf ein speziell vorbereitetes Blatt eingetragen wird.
Stammbuch ursprünglich Verzeichnis von Familienangehörigen; seit der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts Erinnerungsbuch, in das Freunde des Besitzers ihre Namen, Wappen, Wahlsprüche oder Widmungen eintrugen (-> Familienstammbuch).
Stammeltern namentliches, urkundlich belegtes Ehepaar, auf das sich ein -> Proband oder eine Großfamilie zurückführen läßt.
Stammlinie (-reihe) Liste oder Tafel aller Vorfahren eines Namens im Mannesstamm (väterliche Vorfahren), beginnend mit einem -> Probanden nach dem Prinzip der -> Aszendenz, wobei nur die Männer mit einer entsprechenden -> Personennummer gekennzeichnet werden.
Stammliste von -> Historikern und->Genealogen bevorzugte Art, eine -> Familie in wissenschaftlicher Form nach dem Prinzip der -> Deszendenz darzustellen, beginnend mit den -> Stammeltern, die mit der römischen Generationszahl I gekennzeichnet werden unter Angabe der mit arabischen Zahlen fortlaufend numerierten Kinder. Pflanzen sich diese fort, so werden sie unter der nächsten Generationszahl II a etc. aufgeführt.
Stammtafel Eine Stammtafel im Sinne der Genealogie ist die grafische Darstellung in Tafelform desjenigen Teils der Nachkommenschaft eines Probanden, der in männlicher Line von diesem abstammt. Eine Auflistung wird als Stammliste, eine grafische Darstellung in Baumform als Stammbaum bezeichnet.
Standesregister Führung von Heirats-, Geburts- und Sterberegistern, die den Personenstand und seine Veränderung beurkunden und dadurch das familienrechtliche, auf Abstammung oder Rechtsakt beruhende Verhältnis zweier Personen zueinander dokumentiert.
Sterbeurkunde Eine Sterbeurkunde ist nach dem in Deutschland (Stand 2007) gültigen Personenstandsgesetz eine Personenstandsurkunde, die aus dem Sterbebuch erstellt wird.
Steuerliste Eine Steuerliste enthält die Namen aller abgabenpflichtiger Bürger und die Höhe der Abgaben. Oft wurden zusätzliche Angaben über die Lebensumstände angefügt. Steuerlisten sind in einigen Fällen für Genealogen die einzigen Quellen, bevor aus dem 16/17 Jhd. Kirchenbücher vorliegen. Ein Sonderfall der Steuerlisten sind die Listen der Türkensteuer. Steuerlisten für Grundabgaben werden auch Kataster oder Praestations-Tabellen genannt.
Stiefgeschwister Kinder vom selben Vater aber verschiedenen Müttern (oder umgekehrt)
Stiefmutter/Stiefvater nicht leibliche Eltern
Stift kirchliche, später weltliche Einrichtungen mit klosterähnlicher Organisation. In einem Stift wurden oftmals adlige, unverheiratete Frauen untergebracht wenn eine Heirat nicht mehr wahrscheinlich war (Versorgung der Frau).
Suspension Bezeichnung für Wortverkürzungen durch Weglassen einer Wortendung in der -> Paläographie.
Sütterlin eine nach ihrem Erfinder benannte Kunstschrift, die nur über eine gewisse Zeit in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts generell gelehrt und geschrieben wurde, vorher nie, danach nur sehr sporadisch.

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