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TiraspolBearbeiten

Basisdaten
[1]
Gründung: 1792
Staat: [2]Moldawien? /

[3]Transnistrien

Region: [4]Transnistrien
Koordinaten: 46°50′25″N 29°38′36″E
Zeitzone: UTC+2
Einwohner: 148.917[1](2010)
Vorwahl: +373 533

Tiraspol? (russisch? und? ukrainisch? Тирасполь) ist die zweitgrößte? Stadt? Moldawiens? und Hauptstadt des international nicht anerkannten Staats? Transnistrien. Die östlich amDnister? gelegene Stadt ist Universitätsstadt, Kulturzentrum und Wirtschaftsstandort und hatte im Jahr 2010 knapp 150.000 Einwohner. Zusammen mit den nahegelegenen StädtenBendery? und? Slobodseja, sowie zahlreichen Umlandsgemeinden, bildet die Stadt eine Agglomeration mit etwa 350.000 Einwohnern.

InhaltsverzeichnisBearbeiten

? ? [Verbergen]? *1? Geschichte

Geschichte? [Bearbeiten]Bearbeiten

Die Stadt Tiraspol wurde im Jahre 1792 von dem? russischen? Feldherrn? Alexander Suworowals? Festung? begründet, in der Nähe des rumänische Dorfs Sucleia. Der Name Tiraspol entstand in Anlehnung an? Tyras, den griechischen Namen des Flusses? Dnister. Tiraspol entwickelte sich im 19. Jahrhundert zu einer relativ wichtigen Zollstation.

Nach der Russischen Revolution von 1917 wurde Tiraspol Teil der? Sowjetunion. Zwischen 1929 und 1940 fungierte Tiraspol dabei als Hauptstadt der? Moldauischen Autonomen Sozialistischen Sowjetrepublik, einer Teilrepublik der? ukrainischen Unionsrepublik. 1926 lebten in der Stadt knapp 30.000 Menschen, davon etwa 55%? Russen, 29? % der Stadtbevölkerung waren? Juden. Bis zum Jahre 1940 stieg die Einwohnerzahl Tiraspols bis auf 50.000 Menschen.

Als im Jahr 1941 der? deutsche Angriff auf die Sowjetunion? begann, besetzte das damals mit Deutschland verbündete? Rumänien? die Stadt am 7. August 1941. Als am 12. April 1944, als die Stadt von der? Roten Armee? zurückerobert wurde, war die Mehrheit der jüdischen Bevölkerung der Stadt? ermordet? worden. Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte Tiraspol wieder zur Sowjetunion und war Teil der? Moldauischen Sozialistische Sowjetrepublik? und deren zweitgrößte Stadt.

In der sowjetischen Zeit wurden zahlreiche Industriebetriebe in der Stadt angesiedelt, 1967 wurde zudem ein? Oberleitungsbus-Netzwerk eröffnet. Die russischsprachige Minderheit Moldawiens konzentrierte sich insbesondere auf Tiraspol, wo sie in der Mehrheit war.

Als die Sowjetunion 1990 kurz vor dem Zerfall stand, pochte die Moldauische Sozialistische Sowjetrepublik auf staatliche Unabhängigkeit, auch eine Vereinigung mit Moldawiens mit Rumänien stand damals im Raum. Im östlichen Landesteil,? Transnistrien, waren die unionserhaltenden Kräfte jedoch in der Mehrheit und sahen ihre Rechte gefährdet.

1990 sagte sich schließlich der östlich des? Dnjestr? gelegene Landesteil vom Rest Moldawiens los. Die? Transnistrische Moldauische Sozialistische Sowjetrepublik? mit Tiraspol als Hauptstadt wurde ausgerufen und bemühte sich zunächst um einen Verbleib innerhalb der Sowjetunion. Nach dem fehlgeschlagenen? Augustputsch in Moskau? 1991 rief Moldawien, wie alle anderen Sowjetrepubliken, schließlich endgültig die Unabhängigkeit aus. Auch Transnistrien beharrt seitdem als? Transnistrische Moldauische Republik? (PMR) auf staatlicher Unabhängigkeit, wurde jedoch bisher von keinem Staat anerkannt. Seit demTransnistrien-Krieg 1992, in dem Moldawien vollständig die Kontrolle über die Region verlor, ist Transnistrien ein stabilisiertes? De-Facto-Regime.

Durch den Status als Hauptstadt Transnistriens finden sich in der Stadt zahlreiche Regierungsinstitutionen und Ministerien. 1990 wurde mit der? Transnistrischen Staatlichen Taras-Schewtschenko-Universität? auch eine Universität gegründet. Seit 1993 gibt es eine Oberleitungsbus-Linie die Tiraspol mit der nahegelegenen Stadt? Bendery? verbindet.

Zu den größten Unternehmen Tiraspols gehören heute? Elektromasch,? Tirotex? und? Sheriff.

Demografie? [Bearbeiten]Bearbeiten

Die Bevölkerung setzte sich 2004 aus etwa 42? %? Russen, 33? %? Ukrainern? sowie 15? %Moldauern? zusammen.[2]. Daneben leben in der Stadt noch kleinere Minderheiten vonBulgaren? (1,5%),? Gagausen? (1,3%),? Weißrussen? (1,1%) sowie auch einige hundert Deutsche (zumeist? Russlanddeutsche), Juden und? Armenier. Etwa 5% der Bevölkerung machten 2004 keine Angabe zu ihrer Herkunft.

Die ehemals große jüdische Gemeinde (1929: 29,4% der Stadtbevölkerung) ist heute in Folge des? Holocausts? und Emigration nur noch schwach in der Stadt vertreten.

Städtepartnerschaften? [Bearbeiten]Bearbeiten

Die jüngste Städtepartnerschaft mit Eilenburg wurde im Jahr 2002 abgeschlossen, wird jedoch nicht mehr aktiv gepflegt. Sie entwickelte sich aus einem Besuch des Eilenburger Lions-Club in Tiraspol. Aus diplomatischer Sicht gilt diese Partnerschaft als problematisch, da Transnistrien offiziell nicht anerkannt ist. Deshalb fand seit dem Besuch einer Eilenburger Delegation zur Vertragsunterzeichnung in Tiraspol im November 2002 auch kein Gegenbesuch statt.[3]

Weitere Städtepartnerschaften:

Bildung? [Bearbeiten]Bearbeiten

In der Stadt hat die? Transnistrische Staatliche Taras-Schewtschenko-Universität? sowie das? Transnistrische Ingeneuierwissenschaftlich-Technische Institut? seinen Sitz.

[17][18]Nadeschda-Aronezkaja-Dramentheater[19][20]Ein Oberleitungsbus des ModellsBelkommunmasch? AKSM-420? in Tiraspol==Sport? [Bearbeiten]==

Der erfolgreiche Profifußballverein? Sheriff Tiraspol? hat seinen Sitz in der Stadt. Daneben gibt es noch den kleineren? FC Tiraspol. Beide Vereine spielen im? Sheriff-Stadion. Der dritte erfolgreiche Verein der Stadt? CS Tiligul-Tiras Tiraspol? musste 2009 aus finanziellen Gründen seine Spieltätigkeit einstellen.

Söhne und Töchter der Stadt? [Bearbeiten]Bearbeiten

Die deutsche Sängerin? Julia „Jule“ Neigel? lebte als Kind zwei Jahre in der Stadt

Fußnoten? [Bearbeiten]Bearbeiten

  1. ? http://mepmr.org/zip/gss/soc.eco.razv.all.09.zip
  2. ? Transnistrische Volkszählung 2004
  3. ? http://www.taz.de/pt/2005/04/09/a0254.nf/text

Weblinks? [Bearbeiten]Bearbeiten

? Commons: Tiraspol? – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien*Offizielle Website der Stadt? (russisch)

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